Feb
2015

Betuwe – große Enttäuschung beim Heimatverein Millingen/Empel e.V.

Notfalls soll geklagt werden.

Millingen/Empel. Überrascht und sprachlos zugleich: so hat die Nachricht über den Wegfall der PKW-Unterführungen in Millin­gen und auch in Empel den Heimatverein gemacht.

In einem Vorabgespräch mit Vertretern der Stadt Rees und ande­ren Millinger Vereinen wurde der Heimatverein, wie auch die Bevölkerung durch die Pressemitteilung, vor vollendete Tat­sachen gestellt – das scheinbare Aus für die PKW-Unterführun­gen.

Monika Michelbrink-Roth, Vorsitzende des Heimatvereins, bringt die Argumente nochmals auf den Punkt: „Die Millinger Vereine haben bereits in der Vergangenheit ganz klar zum Aus­druck gebracht, dass für Millingen und Empel eine kleine PKW-Unterführung gefordert wird, um einer noch stärkeren Zerschneidung der Orte entgegenzuwirken, die bestehende Infrastruktur zu erhalten und vor allen Dingen weiterhin ein dörfliches Miteinander pflegen und gestalten zu können.“ Da­rum seien die Millinger und Empeler  im Oktober 2013 zur Protestver­anstaltung mit Dr. Barbara Hendricks und Ronald Pofalla ge­kommen. In vielen Stunden hätten die Vereine anschließend die Millinger und Empeler Bürger bei ihren Einwendungen unter­stützt. Die Forderung nach einer kleinen Pkw-Unterführung sei heute sachlich so berechtigt wie eh und je.

Für großen Ärger sorgt weiter die Forderung des Landes NRW nach einer sogenannten „Konsenslösung“ „Die sich daraus für die Stadt Rees und den Stadtrat ergebende Drucksituation ver­urteilt der Heimatverein auf Schärfste,“ hebt dessen Vorstands­mitglied Sigrid Hommen hervor. „Dies wurde in der Einwendung zum Planfeststellungsverfahren bereits zum Ausdruck ge­bracht.“ Es könne nicht sein, dass die Stadt Rees und die ge­wählten Vertreter der Bürgerinnen und Bürger in ihrer Willensbildungs- und Entscheidungsfreiheit genötigt würden, auf die Geltendmachung berechtigter Forderungen ihrer Bürger zu verzichten, um nicht Gefahr zu laufen, bei Übernahme des Eigenanteils unvermeidbar in die Haushaltssicherung geführt zu werden.

Der Heimatverein will die von der Stadt Rees empfohlene Rats­vorlage bezüglich der Konsenserklärung und somit die 100%ige Finanzierungszusage keineswegs gefährden. Da die Bedingun­gen der Konsenserklärung jedoch derart rechtlich bedenklich erscheinen und gewichtige Belange der Ortschaften übergan­gen werden,  soll aber die Option der Beschreitung des Rechts­weges bedacht werden, sobald der Planfeststellungsbeschluss gefasst ist. Aus Sicht der Millinger und Empeler ist der Kampf noch nicht zu Ende.

Die nunmehr vorgesehenen erheblich verbesserten Fußgänger- und Radfahrerunterführungen sind aber sicherlich das Ergebnis der bisherigen Bemühungen der Millinger und Empeler und die daran ansetzenden Verhandlungen der Stadt Rees, denn sonst wäre nur ein dunkles „Mauseloch“ geblieben.

Bei der Gestaltung der Fußgänger- und Radfahrerunterführun­gen setzt der Heimatverein sein Engagement weiter fort. Auch wenn der Erörterungstermin des Planfeststellungsverfahrens noch in weiter Ferne liegt, so wird er sicherlich seine Unterstüt­zung anbieten. „Wir warten jetzt erst einmal darauf, ob die neue Planung der Deutschen Bahn auch tatsächlich eine Unterführung mit einer lichten Breite von 6 m und einer Höhe von 3 m vorsieht, so wie bei der Gelderner Unterführung, die uns ja schmackhaft gemacht wurde,“ bringt Monika Michelbrink-Roth ihre Skepsis auf den Punkt.

Aug
2014

Einwendungen gegen Betuwe-Linie: 'In Millingen kommen alle Grässlichkeiten der Bahn zusammen'

Einwendungen gegen Betuwe-Linie: ‚In Millingen kommen alle Grässlichkeiten der Bahn zusammen‘http://www.rp-online.de/nrw/staedte/emmerich/in-millingen-kommen-alle-graesslichkeiten-der-bahn-zusammen-aid-1.4425635 Nach Angaben der Bezirksregierung Düsseldorf gibt es gut 8400 Einwendungen von Privatleuten gegen den Betuwe-Ausbau. Davon kommen allein 1400 aus Millingen. Das Dorf wirkt wie das berühmte gallische Dorf aus den Asterix-Comics.
Mrz
2014

Rees: Betuwe: Kommunen sollen Millionen vorfinanzieren

Rees: Betuwe: Kommunen sollen Millionen vorfinanzierenhttp://www.rp-online.de/nrw/staedte/emmerich/betuwe-kommunen-sollen-millionen-vorfinanzieren-aid-1.4098739 Für die Kommunen besteht offenbar die Gefahr, dass sie hohe Millionen-Summen für den Umbau der Bahnübergänge vorfinanzieren müssen. Wie berichtet, hat die Stadt Rees wegen solcher Sorgen bereits die Unterschrift unter die Planungsvereinbarung zum Ausbau in Haldern verweigert.